Hooters-Rechnung

Hooters! Was erwartet man von einer Restaurant-Kette mit diesem Namen?
Korrekt übersetzt natürlich Hupen, welcher Art auch immer.
Von der männlichen Assoziation und natürlich einigen anderen Versprechen der Werbeträger angelockt, ging ich heute mit einem Kumpel zum erst Freitag neu eröffneten Hooters-Restaurant im Tiergarten Berlin.

Vom S-Bhf Zoologischer Garten sind es nicht mal zehn Minuten Fussweg durch den Rand des Tiergartens bis man das Restaurant erreicht. Wir setzten uns an einen der Außen-Tische mit wunderbarer Sicht auf den grünen Tiergarten und hatten natürlich auch gleich die versprochenen Hooters-Girls erspäht. Nur anscheinend sie uns leider nicht!
So mussten wir etwas länger als normal auf die Bedienung warten aber als dann eine hübsche Junge Damen mit für die Wartezeit entschädigenden Argumenten kam und sich als Christin vorstellte, gaben wir unsere Bestellung auf, denn wir hatten ja vorher genug Zeit auszusuchen. Doch nach erstaunlich kurzer Zeit kam sie wieder und meinte, es wäre gleich Schichtwechsel, es würde uns fortan ein anderes Hooters-Girl betreuen und wir müssen unsere Speisen wahrscheinlich bei ihr nochmal aufgeben. Nichtsahnend und von weiterer Abwechslung in schönen Frauen gelockt, hatten wir damit natürlich erstmal kein Problem. Bis wir realisierten, dass ein Schichtwechsel beim Hooters wohl ähnlich kompliziert und zeitraubend abläuft, wie im Tower in London…
Erst nach einer ganzen Weile – mittlerweile saßen wir gesamt sicherlich eine halbe Stunde dort, hatten aber wenigstens schon von Christin unsere Getränke bekommen – kam Christin nochmal aber diesmal mit einem weiteren Girl. Marta. Dieses wurde kurz vorgestellt, war dann aber zu unser aller Bedauern auch gleich wieder verschwunden.
Glücklicherweise konnten wir die werte Marta noch einmal auf uns aufmerksam machen und ihr kundtun, dass wir anscheinend bisher keine registrierte Bestellung unserer Speisen haben und, wir unverkennbar zu sehen, bisher nur mit unseren Getränken dort saßen – die sich nebenbei bemerkt auch schon wieder dem Ende neigten. Nachdem wir es nun geschafft hatten unsere Bestellung der Speisen hoffentlich bis in die Registrierkasse zu befördern, dachten wir unserem Genuss des Essens stehe nicht mehr viel im Wege. Naja, abgesehen von Zeit hatten wir damit auch Recht!
Aber unser Essen kam, wenn auch von einer anderen Kellnerin deren Namen wir nicht erfahren haben, bei der ich aber gleich noch ein weiteres Bier bestellen wollte, welches sie auch mit einem freundlichen Gesicht entgegennahm.
Derweil aßen wir. Zum Essen ist zu sagen, dass es natürlich typisch amerikanisch ist, aber keineswegs schlecht. Seinem Preis entsprechen ist der Bürger verdammt groß, die Pommes werden in geringelter Form serviert, welches ein interessantes Erlebnis ist. Das schon erwähnte Bier ist zum Glück kein amerikanisches, sondern gutes Deutsches! Berliner vom Fass und sogar helles sowie dunkles Hefeweizen sind auf der Karte vertreten. Weiter gibt es alle möglichen typisch-amerikanischen Speisen, wie Chicken Wings, Burger und Snacks. Alles recht teuer aber zumindest von dem Bürger und den Pommes – hmm, warme Käse-Soße – können wir sagen sein Geld wert.
Als wir fertig waren mit essen und mein zweites Bier immernoch nicht da war, kamen wir zu dem Schluss, dass es bei dem Service noch einige andere Problem gab, als nur die, die wir bei unserem und den Nachbartischen beobachten konnten. Marta kam noch einmal zu uns und wir meinten, das bestellt Bier wäre auf dem Weg zur Registrierkasse wohl den Helden-Tod gestorben also würden wir gern zahlen.
Auf die kommende Rechnung waren wir ja zum Glück dank der Karte vorbereitet aber genaueres im beigefügten Bild!

Alles in Allem, kann ich sagen, dass das Berliner Hooters definitiv noch in den Kinderschuhen steckt, ich mir aber ziemlich sicher bin, dass es diesen noch mit Kraft entschlüpfen wird. Der Bedienung sei in Rechnung gestellt, dass sie mit noch immensen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, da die meisten wahrscheinlich seit der Eröffnung vor drei Tagen das erste Mal in der Gastronomie tätig sind. Also damit die Damen neben ihrem bezirzenden Aussehen mit weiteren Attributen glänzen können, ist noch stark zu üben. Dann lässt es sich sicherlich auch überlegen die eine oder andere Veranstaltung dort hinzuverlegen.
Dennoch ist Hooters für jeden ein Erlebnis wert aber aufgrund der Preise nichts in dem ich meine tägliche Mittagspause verbringen würde!!


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2 Responses to “Hooters”

  1. Robert says:

    Hooters? Für mich sexistischer Bullsh*t :)

    Schöner Beitrag.

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