Warum mögen wir manche Menschen und warum manche nicht?

Ist lediglich der sprichwörtliche erste Moment entscheidend oder zählen alle Erfahrungen und Erlebnisse, die wir mit diesem Menschen gemacht haben, zu dem Bild, was wir von ihm haben? Empfinden wir besondere Sympathie für Menschen, die Ähnlichkeiten mit uns selbst haben oder eher das Gegenteil? Oder sind gar Sympathien und Antipathien zwischen zwei Menschen von vornherein durch Gene oder dergleichen vorbestimmt?
Wenn wir einen Menschen neu kennenlernen, gibt es gewissen Punkte in diesem Prozess, die von Bedeutung sind für späteres miteinander auskommen. Normalerweise (aber nicht zwangsläufig) beginnt dieser Vorgang mit dem sogenannten ersten Eindruck. Dieser soll ja laut allgemeiner Meinung prägend sein; will sagen, es ist schwer das Bild, das dann entsteht wieder loszuwerden.
SympathieDennoch muss dies nicht zwingend der erste Eindruck sein, den man von einem Menschen bekommt. Ebenso kann man vorher durch Freunde dieser Person, gewisse Dinge über sie erzählt bekommen haben. Ob Gutes oder Schlechtes sei jetzt daher gestellt, aber immer bildet sich durch solche Erzählungen von vornherein ein Bild über die Person.
Dieses Wochenende habe ich jemanden kennengelernt und dabei versucht zu analysieren, wie sich meine Meinung über ihn bildet. Das besondere an dieser Begegnung war, dass ich mir im Grunde schon vorher ein Bild von dieser Person gebildet hatte, da ich mehr oder weniger freiwillig schon einiges über ihn gehört hatte. Kann man sich dann überhaupt noch eine objektive Meinung bilden, wenn man schon von den Meinungen Anderer beeinflusst wurde? In diesem Falle war es, dass ich schon leicht negativ auf diese Person eingestellt war und leider hat sich diese Meinung mit voranschreitender Zeit auch nicht mehr wirklich geändert. Es ist traurig von vornherein zu wissen, dass du einen Menschen nicht mögen wirst.
Doch wenn solche Vorurteile nicht vorhanden sind, man sich anfangs vollkommen neutral gegenübersteht, bildet sich dann eine vollständig neutrale Meinung des Gegenübers?
Wenn dieser teils peinliche erste Moment überstanden ist und das Eis gebrochen ist, kann man beginnen sich im eigentlichen Sinne kennenzulernen. Dies geschieht meist durch simpelste Unterhaltungen, auch Smalltalk genannt, weil man in diesem Stadium verständlicherweise noch nicht über persönliche Dinge redet. In dieser Phase werden zumeist die gegenseitigen Interessen abgecheckt und es wird bestimmt, ob das Gegenüber zum Beispiel dieselbe Musik hört usw. Meist kristallisieren sich schon in diesen Unterhaltungen leichte (oder gar starke) Sympathien oder Antipathien heraus.
Aus diesem Grund könnte man beinah meinen, dass gewisse Sympathien durch unser Leben und Geschmäcker prädestiniert sind. Kann man überhaupt frei entscheiden ob man eine Person mag oder nicht, wenn dies eh schon durch gewisse Aspekte, wie Musik- oder Filmgeschmack, vorbelegt ist?
Niemand ist seinem Gegenüber vollkommen uneingenommen!
Immer haben wir gewisse Vorurteile; ob durch das Aussehen oder durch Reden anderer gebildet, sie bestimmen in Gewissen Maße, wie wir einem Menschen begegnen.
Doch wenn man sich dann, trotz aller Vorurteile oder böse Reden anderer, gut kennengelernt hat und miteinander auskommt, können sich Freundschaften fürs Leben gründen, die nicht durch erste Schwierigkeiten behindert werden sollten.

Sympathie und Antipathie (PDF-Version)


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2 Responses to “Sympathie und Antipathie”

  1. Hmmm…nette “Analyse”. :)

    Ick find’ mich selbst in der Hinsicht auch immer lustig.
    Wenn ick Leute zum ersten mal sehe, bilde ich mir ein Bild über ihr Äußeres. Habe dann eine Meinung darüber & wenn ick ‘se dann kennenlern’, dann wird das total anders geformt, da man natürlich ihren Charakter, ihr Niveau, ihren Geist kennenlernt – manchmal mehr, manchmal weniger.

    Nehm’ ick zum Beispiel mal dich, Micha.
    Ick dachte am Anfang, dass du viel älter bist als ich – halt wegen der Körpergröße.
    Hmmm…das fällt mir jetzt ein, aber nich mehr… *lalala*

    Jedenfalls lässt sich sagen: “Man kann einen Menschen nicht vom Äußeren beurteilen. Je mehr man mit ihm kommuniziert & erlebt, desto besser kann man ihn beurteilen!”

    Hmmm…und ob man bei der Meinungsbildung über einen Menschen beeinflusst werden kann, wenn man vorher schon von anderen Meinungen hört? Hmmm…eine gute Frage. Man achtet vielleicht dann besonders auf die negativen und positiven Sachen, die einem auf den Weg gegeben wurden. Es gibt natürlich auch Leute, die sind so wenig intellektuell, dass sie sich keine eigene Meinung bilden.

  2. Hmmm…nette “Analyse”. :)

    Ick find' mich selbst in der Hinsicht auch immer lustig.
    Wenn ick Leute zum ersten mal sehe, bilde ich mir ein Bild über ihr Äußeres. Habe dann eine Meinung darüber & wenn ick 'se dann kennenlern', dann wird das total anders geformt, da man natürlich ihren Charakter, ihr Niveau, ihren Geist kennenlernt – manchmal mehr, manchmal weniger.

    Nehm' ick zum Beispiel mal dich, Micha.
    Ick dachte am Anfang, dass du viel älter bist als ich – halt wegen der Körpergröße.
    Hmmm…das fällt mir jetzt ein, aber nich mehr… *lalala*

    Jedenfalls lässt sich sagen: “Man kann einen Menschen nicht vom Äußeren beurteilen. Je mehr man mit ihm kommuniziert & erlebt, desto besser kann man ihn beurteilen!”

    Hmmm…und ob man bei der Meinungsbildung über einen Menschen beeinflusst werden kann, wenn man vorher schon von anderen Meinungen hört? Hmmm…eine gute Frage. Man achtet vielleicht dann besonders auf die negativen und positiven Sachen, die einem auf den Weg gegeben wurden. Es gibt natürlich auch Leute, die sind so wenig intellektuell, dass sie sich keine eigene Meinung bilden.

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